Was bedeutet Pflegeleistung 2020?

Gesundheitspolitisches Forum: Was bedeutet Pflegeleistung 2020?
Gesundheitspolitisches Forum: Was bedeutet Pflegeleistung 2020?

Einladung zum 110. Gesundheitspolitischen Forum.

Es diskutieren:

  • Dr.in Sigrid Pilz, Wiener Pflege-, Patienten*Innen Anwältin
  • Mag. (FH) Erich Fenninger (angefragt), Volkshilfe Österreich
  • Ursula Frohner, ÖGKV – Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
  • Josef Zellhofer, ÖGB/ARGE-FGV 
moderiert von: Univ. Prof. DDr. hc Robert Fitzgerald, Karl Landsteiner Gesellschaft
 
Zeit:  Montag, 24. Februar 2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Österreichischer Gewerkschaftsbund - ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
 
Die Veranstaltung ist für Sie kostenfrei, wir ersuchen jedoch um Anmeldung: Online-Anmeldung
Nähere Information auch unter: www.gesundheitspolitischesforum.at

Unterstützung Projektarbeit Gewerkschaftsschule Graz

Die Grazer Gewerkschaftsschule bittet um Mithilfe bei ihrem Abschlussprojekt. Was wissen die Menschen über den ÖGB und die Gewerkschaft? Die Schülerinnen und Schüler haben dazu einen kurzen Fragebogen konzipiert:

http://mail.projekt-arbeit.eu

Die Antworten sind selbstverständlich anonym und werden vertraulich behandelt. Vielen Dank! 

Komm zur Demo- 5.2. 14:00 Stephansplatz, Wien

Unterstütze uns- Unterschreibe für Arbeitszeitverkürzung!

Wir fordern 35 Stunden sind genug!
Wir fordern 35 Stunden sind genug!

Bei den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen fordern die 125.000 Beschäftigen der Sozialwirtschaft Österreich eine Arbeitszeitverkürzung. Die 35-Stunden-Woche ist heuer unsere einzige Forderung. Unser Bereich umfasst viele Jobs, in denen Menschen mit Menschen und für Menschen arbeiten. Viele Beschäftigte arbeiten unter massiver körperlicher und emotionaler Belastung. Sie wünschen sich daher mehr Zeit zur Erholung.

Petition hier unterschreiben 

Unterstütze uns auch bei unseren Aktionen in den Bundesländern:
Gemeinsam für eine 35 Stundenwoche!
 
Wien: 5.2.2020, 14:00 Stephansplatz
Kärnten: 6.2.2020 - Mahnwache mit Lichtermeer, 17:30 Uhr, Bahnhofstraße 44 (vor dem ÖGB), Klagenfurt
Oberösterreich: 3.2.2020 - BetriebsrätInnenkonferenz (WB 17, 19 und WB 16) im Jägermayerhof, 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr, AK-Bildungshaus
Salzburg: 4.2.2020 - Demo, Treffpunkt: 15:15 Uhr, „Am Platzl“, Salzburg
Steiermark: 5.2.2020 - Aktion in der Marienstraße 31 vor der SeneCura, 9-12 Uhr, Graz
Tirol: 5.2.2020 - Demo, Treffpunkt: 13:45 Uhr, Innenhof ÖGB, Südtirolerplatz 14-16, Innsbruck

GPA-djp Aktion zur 35 Stunden Woche

Was die Pflege in Österreich braucht

Pressekonferenz motiv.allianz.pflege
Foto v.l.n.r.: Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes Markus Mattersberger, MMSc MBA, Präsident Lebenswelt Heim Bundesverband Silvia Rosoli, AK Wien, Schwerpu

5 Forderungen an Bundesminister Rudolf Anschober und die neue Bundesregierung

Pflege und Betreuung zählen in Österreich zu den größten sozialen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. In der motiv.allianz.pflege wenden sich mehrere Interessensverbände nun mit ihren gemeinsamen Forderungen an den Sozialminister und bieten ihre Expertise und Mitarbeit bei der dringend notwendigen Pflegereform an. 

„Es braucht ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die Pflege in Österreich zukunftsfit zu machen! Wer die Herausforderungen in der Pflege und Betreuung ernst nimmt und insbesondere auch die Belastungen pflegender Angehöriger anerkennt, muss in die Zukunft der professionellen Pflege investieren“, sind sich die Partner der motiv.allianz.pflege einig und bieten Sozialminister Rudolf Anschober ihr breites Know-how zur Gestaltung dieses Sektors in Österreich an: Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ), Lebenswelt Heim – Bundesverband, Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV), AK Wien – Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik und ÖGB ARGE FGV (Fachgruppenvereinigung) für Gesundheit & Sozialberufe.

Am 22. Jänner präsentierten sie in Wien fünf gemeinsame Forderungen zur Pflegereform.

Fünf Forderungen zur Pflegereform

Die dringend notwendige Pflegereform soll in einem strukturierten Prozess unter Einbindung der relevanten Stakeholder und ExpertInnen erarbeitet werden.
Neben Fragen der Organisation und Finanzierung sind auch das Leistungsversprechen des öffentlichen österreichischen Pflegesystems und die Definition von Pflegequalität zu klären. Das Leistungsvermögen unseres Systems hinkt jedoch bereits deutlich hinter den Erfordernissen her. So können in österreichischen Pflegeheimen aktuell ca. 1.500 Betreuungsplätze auf Grund von Personalmangel nicht an pflegebedürftige ältere Menschen vergeben werden. Der bisherige Anspruch, dass die Familie ihre pflegebedürftigen Angehörigen versorgen soll, stimmt weder mit den Lebensrealitäten des 21. Jahrhunderts überein, noch mit der demographischen Alterung und der damit verbundenen, zu erwartenden hohen Pflegebedürftigkeit. Der soziodemographische Wandel ist begleitet von einem gesellschaftlichen – hin zu einer Singularisierung der Haushalte, weniger Nachkommen, Zuzug in die Städte und einer Berufstätigkeit der Frauen. „Deshalb ist es erforderlich, dass wir unser System diesen Entwicklungen anpassen und wie in den nordischen Ländern die professionelle (Langzeit-)Pflege ausbauen!“ betont Markus Mattersberger, MMSc MBA, Präsident des Lebenswelt Heim –  Bundesverbandes.

Erforderliche Sofortmaßnahmen und eine Personalaufstockung um 20 Prozent.

Da eine seriös vorbereitete nachhaltige Pflegereform Zeit braucht, zahlreiche Probleme aber bereits jetzt akut bestehen, fordern die Allianz-Partner auch kurzfristig umsetzbare Maßnahmen. Im Mittelpunkt steht dabei der drängende Personalmangel, der weitere Belastungsfaktoren wie erhöhten Arbeitsdruck, Notwendigkeit des Einspringens in geplanter Freizeit etc. nach sich zieht. „Im Pflegebereicht herrscht Alarmbereitschaft! Aufgrund der vorherrschenden Bedingungen kommt es immer öfter zu Bettensperren, da das vorhandene Personal nicht mehr länger in der Lage ist, die Strukturdefizite zu kompensieren und seine Aufgaben zu erfüllen. Neben Sofortmaßnahmen braucht es eine Personalaufstockung um 20 Prozent quer über alle Bundesländer, Bereiche und Institutionen, sowie eine Ausweitung von Ausbildungsplätzen in allen Bundesländern“, so Josef Zellhofer, Bundesvorsitzender der ÖGB ARGE Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe. Zur Feststellung des Personalbedarfs braucht es die Entwicklung und verpflichtende (!!) Einführung, einer bundesweit einheitlichen, bedarfsorientierten Methodik zur Personalberechnung. Diese Erfordernis besteht sowohl für den intra- als auch den extramuralen Bereich des Gesundheitswesens und der Langzeitpflege.

Die Wege in die professionelle Gesundheits- und Krankenpflege müssen attraktiver und ausgebaut werden.

Die demografische Entwicklung sowie die Tatsache, dass im nächsten Jahrzehnt rund ein Drittel der Pflegekräfte das Pensionsalter erreichen wird, erfordern ein rasches Handeln. Ab Herbst 2020 wird zusätzlich zu den bestehenden drei Qualifikationsstufen in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen eine Ausbildung an Höheren Lehranstalten (HLA) für Sozialbetreuung und Pflege angeboten. Sie schließt mit Matura ab und bietet den direkten Anschluss an das Regelschulwesen und das Erlangen der Hochschulreife. „Im Rahmen einer umfassenden Ausbildungsoffensive sind jedoch auch Berufsumsteiger durch bessere Fördermaßnahmen zu gewinnen – bei vollem Zeit- und Lohnausgleich und in allen Ausbildungsvarianten und  Qualifikationsstufen“, so Ursula Frohner,  Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes – ÖGKV. Die in Aussicht gestellten 500 Community Nurses, vernetzt mit regionalen Angeboten der medizinischen Versorgung, etwa den Primärversorgungszentren und den mobilen Pflegediensten, sowie dem Bereich der Sozialarbeit bieten viele Optionen, damit pflegerische Leistungen bei den Menschen ankommen.

Es muss ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument für die Pflege in Österreich geschaffen werden.

Durch die Zersplitterung der Kompetenzen gibt es in Österreich derzeit keine Institution, die für das Thema Langzeitpflege sowie Pflege insgesamt hauptverantwortlich zeichnet und daher die Entwicklung in diesem Bereich vorantreibt. „Ein zentraler Punkt einer Pflegereform müsste es sein, das Zusammenspiel aller Akteure auf neue Beine zu stellen und Doppelgleisigkeiten ebenso zu vermeiden, wie Halb- und Unzuständigkeiten. Es sollte eine Institution geben, die für die Koordination, Steuerung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Pflege in Österreich hauptverantwortlich ist. Das kann ein Sozialversicherungsträger sein, es gibt aber auch andere Alternativen (z.B. Aufwertung des Pflegefonds zu einer Institution, Bundesinstitut „Pflege Österreich“, etc.). Selbst wenn ein Sozialversicherungsträger (wie die AUVA) diese Rolle übernehmen würde, heißt das noch lange nicht, dass Österreich – ähnlich wie Deutschland – eine echte Pflegeversicherung einführen muss“, führt Mag. Walter Marschitz, Geschäftsführer der Sozialwirtschaft Österreich – SWÖ aus. Zu verstehen wäre solch eine Institution als Netzwerkknoten, um „das Beste aus allen Systemen“ zusammenführen. Wesentliche Zielsetzungen wären z.B. die Sicherung und der Ausbau der Qualität der Versorgung, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte (realistische Personalschlüssel etc.) oder der Abbau der starken regionalen Unterschiede im Pflegesystem.

Finanzierung der Betreuung und Pflege in Österreich sind nachhaltig sicherzustellen – Investitionen in die Pflege zahlen sich aus!

Die Bevölkerung und auch die Menschen, die in der Betreuung und Pflege arbeiten, brauchen dringend die Gewissheit, dass sich nachhaltig etwas verbessern wird. Deswegen muss die Finanzierung auf breiter Basis sichergestellt werden. Der Handlungsdruck ist aufgrund der rasanten demografischen Entwicklung bereits enorm.
Warum man sich vor großen Investitionen in die Pflege nicht fürchten muss, zeigt Mag. Silvia Rosoli auf, Abteilungsleiterin der AK Wien - Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik:

•  hohe Rückflussquote in öffentliche Haushalte (70 Prozent s. WIFO)
•  Stärkung strukturschwacher Regionen (gut für den ländlichen Raum, s. WIFO1)
•  Ausgaben für die Pflege waren schon höher (Entwicklung BIP-Anteil öffentliche Kosten für LZP lt. OECD, s. Fact Sheet)
•  andere Länder geben deutlich mehr aus (s. Fact Sheet)
•  die Menschen brauchen diese Dienstleistungen

„Nur mit ausreichenden Investitionen können Menschen gewonnen und gehalten werden, in der Pflege zu arbeiten. Ausreichend budgetäre Mittel sind aber Voraussetzung für bedarfsgerechte Pflege und attraktive Arbeitsbedingungen“, so Rosoli abschließend. 

Für eine umfassende Diskussion dieser Themen bieten die Partner der motiv.allianz.pflege ihre Expertise an und ersuchen Sozialminister Anschober, die träger- und settingübergreifende Interessensvertretung in die angekündigte Task Force Pflege einzubinden.

Sie können die Veranstaltung nachhören unter https://www.o-ton.at/ (Die Registrierung ist für Journalisten unverbindlich und kostenlos.)
 

Das neue Seminarprogramm 2020 ist da!

Seminare der ÖGB/ARGE- FGV 2020
Seminare der ÖGB/ARGE- FGV 2020

Dauerbrenner wie "Gesundheitsförderung", Resilienz oder Burn- Out sind natürlich auch 2020 wieder im Programm. Aber es gibt auch einen neuen Workshop zum Umgang mit Demenz ("Verloren in der Welt des Vergessens"). Anmeldungen sind ab 01.01.2020 möglich. 

Alle Seminare finden im Seminar- und Parkhotel Hirschwang oder im BIZ der AK Wien statt. 

Zum Seminarprogramm

 

Fort- und Weiterbildungsangebot des Fonds Gesundes Österreich

Zielgruppen sind vor allem Umsetzer/innen von Gesundheitsförderungsprojekten, Expertinnen und Experten der Gesundheitsförderung und Entscheidungsträger/innen in Settings.

Details zu den Seminare finden Sie hier

ÖGB/ARGE- FGV unterstützt das 109. Gesundheitspolitisches Forum "2020- Chancen und Möglichkeiten"

Gesundheitspolitisches Forum - 2020 Chancen und Möglichkeiten
Gesundheitspolitisches Forum - 2020 Chancen und Möglichkeiten

8. Jänner 2020, 18:00 bis 20:00 

Es diskutieren:

  • GD Mag. Bernhard Wurzer
    Österreichische Gesundheitskasse
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, PhD
    Ärztekammer für Wien
  • Ursula Frohner
    Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann
    Gesundheit Österreich GmbH
  • Constance Schlegl, MPH
    Vorstandsmitglied MTD Austria

moderiert von:
Univ. Prof. Dr. Bernhard Schwarz
Karl Landsteiner Gesellschaft

Veranstaltungsort: Ärztekammer für Wien, Weihburggasse 10-12, 1010 Wien 

Die Veranstaltung ist für Sie kostenfrei, wir ersuchen jedoch um Anmeldung unter office@gesundheitspolitischesforum.at

Nähere Information unter www.gesundheitspolitischesforum.at 

 

Gesund & Sozial 4 2019

Gesund und Sozial 4 2019 Demenz
Gesund und Sozial 4 2019 Demenz

Die Coverstory widmet sich in dieser Ausgabe dem Thema Demenz. Die österreichische Demenzstrategie umfasst 7 Wirkungsziele, liefert auf einer Plattform zahlreiche Beispiele für deren erfolgreiche Umsetzung und fordert verbesserte Schulungen für die Angehörigen der Gesundheits- und Sozialberufe. 

Chefredakteur Karl Preterebner berichtet von der 1. Wiener Landeskonferenz der younion. 

Reinhard Waldhör fragt "Ist da jemand?". Stellen Sie sich vor Sie kommen in ein Krankenhaus und niemand ist mehr da. Absurde Vorstellung? Scheinbar nicht für die Verantwortlichen.

Valid Hanuna und Gerald Mjka finden "35 Stunden sind genug!" und kämpfen für eine Arbeitszeitverkürzung.

Beatrix Eiletz berichtet von den Kollektivvertragsverhandlungen in der Steiermark, Birgit Seidl von der Gewaltprävention in Tiroler Kliniken und Karl Streicher über sogenannte "Magnetkrankenhäusern", die entgegen dem allgemeinen Trend, weniger Probleme haben qualifiziertes Personal zu finden. 

Das Redaktionsteam wünscht viel Spaß beim Lesen, einen besinnlichen Advent und Prosit Neujahr!!

Download hier

Alle Ausgaben von "Gesund & Sozial" finden Sie hier

ACHTUNG: Das Büro der ÖGB/ARGE- FGV ist übersiedelt!

ACHTUNG neue Adresse!
ACHTUNG neue Adresse!

 

Unsere neue Adresse lautet 1070 Wien, Schottenfeldgasse 24/Top 3A

Unsere Telefonnummer 01/53444-39212 bleibt unverändert.

 

 

Presseaussendung Zellhofer: „Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen.“

Presseaussendung Zellhofer: „Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen.“
Presseaussendung Zellhofer: „Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen.“
ÖGB/ARGE-FGV fordert Erhöhung auf 4 Prozent des BIP
 
„Ohne frisches Geld im System wird es nicht gehen,“ stellt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-FGV, zur aktuellen Situation im Pflegebereich fest. Es fehlt sowohl an Geld, Personal als auch Wertschätzung. „Imagekampagnen alleine werden das Problem nicht lösen“, so Zellhofer.
 
Derzeit wird für die Langzeitpflege in Österreich gerade mal 1,9 Prozent des BIP ausgegeben. „Das reicht jetzt schon hinten und vorne nicht,“ so Zellhofer. Um dem steigenden Bedarf in Zukunft decken zu können, hat der Bundesvorstand der ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe am Mittwoch die Forderung nach einer Erhöhung auf 4 Prozent des BIP beschlossen.
 
„Darüber hinaus muss die neue Bundesregierung endlich eine umfassende und nachhaltige Pflegereform auf den Weg bringen. Dazu gehört auch, sich endlich von der Idee einer Pflegelehre zu verabschieden“, sagt Zellhofer. „Die Lehre ist zum größten Teil praxisorientiert und die Arbeit an (teilweise schwerkranken) PatientInnen ist aus gutem Grund für unter 17-Jährige verboten! Die einzige vernünftige Lösung, um junge Menschen direkt nach der Pflichtschule für den Bereich der Gesundheitsberufe zu begeistern (ohne mit EU-Recht in Konflikt zu kommen!), ist ein BHS-Modell, wie es derzeit als Pilotprojekt in Gaming, NÖ umgesetzt wird. Solche innovativen Lösungen sind zu forcieren, damit der Bereich der Pflege endlich im 21. Jahrhundert ankommt.“

motiv.allianz.pflege fordert Pflegereform für Österreich

In der „Motivallianz Pflege“ haben sich VertreterInnen von Pflegeorganisationen und BerufsvertreterInnen zusammengeschlossen, um eine Pflegereform in Österreich voranzutreiben. Beteiligt daran sind die Arbeiterkammer, die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG), Lebenswelt Heim Bundesverband, der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) sowie die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ).
 
Die Motivallianz eint über bestehende Interessensgegensätze hinweg die Überzeugung, dass es im Bereich der professionellen Pflege rasch konkrete Maßnahmen braucht. Allein aus demografischen Gründen ist dringender Handlungsbedarf gegeben, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen nachhaltig sicherstellen zu können. Dafür braucht es einen breiten Prozess. Als Teil eines solchen Prozesses fand am 10. September 2019 ein Diskussionsforum zum Thema BRENNPUNKT PFLEGE statt.

Video motiv.allianz.pflege

Referat Zellhofer: Digitalisierung im Pflegebereich

Vortrag Josef Zellhofer 07.11.2019
Vortrag Josef Zellhofer 07.11.2019

Der Vorsitzende der ÖGB/ARGE- FGV referierte am 7. November auf der younion BVP-Enquete "Behinderung 4.0: Inklusionschancen der Digitalisierung nutzen". 

Zellhofer ortet in Österreich, im Gegensatz zu anderen Ländern, einen mangelnden, politischen Gestaltungswillen. Das sieht man auch im Bereich Bildung: Um für die Herausforderungen der Digitalisierung gewappnet zu sein, ist eine grundlegende Reform unseres Bildungssystems unabdingbar. Im Zentrum muss dabei die Frage stehen, welche Fähigkeiten die Kinder und Jugendliche brauchen werden, um zukünftige Lebens- und Arbeitssituationen meistern zu können.

Ohne Zweifel werden Kreativität und soziale Kompetenzen unverzichtbare Kernkompetenzen sein, um die Arbeit der Zukunft menschenwürdig zu gestalten, so Zellhofer.

Als Fazit stellt er fest: „Der Pflegebereich wird sich in den kommenden 10 Jahren massiv durch den Einsatz der Technik verändern und dieser Prozess muss aktiv durch Interessensvertretungen (mit)gestaltet werden!“ 

Download Enquete- Programm (pdf)

04. Dezember 2019 Round Table: Wundinfektionen nach Operationen

Welche Maßnahmen- Bündel sind wirkam?
Welche Maßnahmen- Bündel sind wirkam?

Welche Maßnahmen- Bündel sind wirksam? 

Für die Prävention von operationsbezogenen Wundinfektionen („surgical site infections“, SSI) hat es sich als effektiv erwiesen, besonders wichtige Maßnahmen zu einem Maßnahmen-Bündel zusammenzufassen („Bündelstrategie“), dieses zu implementieren und dessen Einhaltung zu überwachen. Bei dem Round-Table diskutieren ExpertInnen aus unterschiedlichen Disziplinen und Professionen, welche Maßnahmen der SSI-Prävention sich als besonders wirksam erwiesen haben, aber auch, welche Vorgaben und Rahmenbedingungen für eine konsequente weitere Verbesserung erforderlich sind. 

Nach den Berichten des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) zählen SSI zu den häufigsten nosokomialen Infektionen. Der Anteil von SSI variiert je nach Art des Eingriffs und der Prädisposition der PatientInnen zwischen 0,6 und 9,6 Prozent. Die konsequente Prävention von SSI ist eine große Herausforderung, ethisch erforderlich
und ein vorrangiges Anliegen der modernen Medizin, von Krankenhausbetreibern und Gesundheitssystemen.

DIE TEILNEHMERiNNEN:

  • ÄDir. ao. Univ.-Prof. Dr. Ojan Assadian, Präsident der Österreichischen
    Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH)
  • Univ.-Prof. Dr. Heinz Burgmann, Leiter der Klinischen Abteilung
    für Infektionen und Tropenmedizin; MedUni Wien
  • ÄDir.in Dr.in Brigitte Ettl, KH Hietzing, Präsidentin der Plattform Patientensicherheit
  • Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Klaus Ulrich Klein, Universitätsklinik für Anästhesie,
    Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie, MedUni Wien
  • Dr.in Sigrid Pilz, Wiener Patientenanwältin
  • Sektionschefin Dr.in Silvia Türk, BM für Arbeit, Soziales, Gesundheit
    und Konsumentenschutz
  • o. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Windhager, Leiter der Universitätsklinik
    für Orthopädie und Unfallchirurgie, MedUni Wien
  • OP-Management, angefragt

Wir bitten um Ihre Anmeldung bis Mittwoch, den 27. November 2019 unter:

roundtable@bkkommunikation.com
Aufgrund begrenzter Anmeldungszahl werden die Plätze
nach dem Prinzip „first come, first serve“ vergeben.

Download Einladung (pdf)

Kampagne: Mehr von uns. Besser für alle.

Mehr von uns. Besser für alle.
Mehr von uns. Besser für alle.
Für mehr Personal in den Krankenhäusern. Jetzt!
 
Die MitarbeiterInnen sind das Rückgrat des Spitalsbetriebs. Niemand würde wohl bestreiten, dass ihre Arbeit ganz entscheidend zur Genesung der PatientInnen beiträgt. Und diese Arbeit wird immer anspruchsvoller.
Die Personalausstattung passt mit dem täglichen Arbeitsalltag nicht mehr zusammen. Hektik, Überlastung, sogar gefährliche Situationen sind zunehmend an der Tagesordnung. Viele KollegInnen können ihre Arbeit nicht mehr so erledigen, wie sie das gerne würden. Und für Menschlichkeit und Zuwendung bleiben am Krankenbett zu wenig Zeit.
 
Wie das passieren konnte?
Seit vielen Jahren drückt sich die Politik davor, bundesweit einheitliche Standards für die Personalplanung in der Pflege festzulegen. Die chronische Überlastung des Pflegepersonals führen zu Burn-Out, zu einer enorm hohen Teilzeitquote und fehlendem Nachwuchs.
 
Damit muss Schluss sein!

Als gewerkschaftliche Vertretung von mehr als 30.000 KollegInnen in den österreichischen Ordens- und Privatspitälern fordert vida

  • die sofortige Aufstockung der Personalressourcen um 20 Prozent – als Akutmaßnahme, um einen drohenden Pflegenotstand zu verhindern.
  • bundesweit einheitliche Vorgaben für alle Krankenhäuser, die mit Augenmaß, verbindlich und vor allem unter Einbindung der Betroffenen – also der MitarbeiterInnen – festgelegt werden.
  • eine Offensive in der Aus- und Weiterbildung, um auch mittel- und langfristig sicherstellen zu können, dass ausreichend PflegerInnen ausgebildet werden, damit die PatientInnen gut betreut werden können.

vida wird in den kommenden Monaten mit verschiedenen Aktivitäten auf die Situation der MitarbeiterInnen in den Krankenhäusern aufmerksam machen.

Wir brauchen deine Unterstützung!

So kannst du mitmachen:

Weitere Informationen auf der Kampagnen-Webseite

Brennpunkt Pflege: Was in der nächsten Gesetzgebungsperiode getan werden muss

Die motiv.allianz.pflege lädt ExpertInnen, InteressensvertreterInnen, Berufsangehörige und Interessierte zur Diskussionsveranstaltung
 
Brennpunkt Pflege
Was in der nächsten Gesetzgebungsperiode getan werden muss
Datum: 10. September 2019, 16.00 – 19.00 Uhr
Ort: Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27A, 1010 Wien
 
Teilnehmer*innen auf dem Podium: Vertreter*innen der wahlwerbenden Parteien
ÖVP: NR Abg. Ernst Gödl, Pflegebeautragter des ÖVP-Parlamentsklubs
SPÖ: NR Abg. Josef Muchitsch, Bereichssprecher für Arbeit und Soziales
FPÖ: NR Abg. Dr.in Dagmar Belakowitsch, Sozialsprecherin
NEOS: Dr. Stefan Gara, in Vertretung von NEOS Bundesobfrau NR Abg. Mag.a Beate Meinl-Reisinger
Jetzt: NR Abg. Daniela Holzinger-Vogtenhuber, Familien-, Sozial- und Gesundheitssprecherin
Grüne: Mag.a Sibylle Hamann, 3. Platz auf der Bundesliste der GRÜNEN
 
Moderation: Gerald Groß, ehemaliger ORF Redakteur und Moderator, Mediencoach
 
Wer wir sind

Im Sommer 2019 haben sich namhafte Organisationen in der motiv.allianz.pflege zusammengeschlossen, um eine dringend erforderliche und nachhaltige Pflegereform in Österreich voranzutreiben. An unserer Allianz beteiligt sind:

  •  Arbeiterkammer
  •  BAG Freie Wohlfahrt
  •  Lebenswelt Heim - Bundesverband
  •  Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV)
  •  ÖGB ARGE FGV (Fachgruppenvereinigung) für Gesundheit & Sozialberufe
  •  Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) 
Was uns eint
Pflege und Betreuung zählen zu den größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Österreich diskutiert seit Jahren die Notwendigkeit einer Pflegereform. Es ist höchst an der Zeit, diese endlich grundlegend in Angriff zu nehmen und zügig umzusetzen. Wer die Herausforderungen in der Pflege und Betreuung ernst nimmt und insbesondere auch die Belastungen pflegender Angehöriger anerkennt, muss in die Zukunft der professionellen Langzeitpflege investieren.
 
Die Partner der motiv.allianz.pflege haben sich zusammengefunden, um der professionellen Langzeitpflege eine Stimme zu verleihen und einen kompetenten Beitrag zur zukunftsfähigen Gestaltung dieses Sektors in Österreich zu leisten. Wir bieten unsere Expertise an, weil wir überzeugt sind, dass eine nachhaltige Pflegereform nur durch das Zusammenwirken aller relevanten Kräfte in der Langzeitpflege gelingen kann.
Die Veranstaltung kann unentgeltlich besucht werden.
 
Wir ersuchen um ehestmögliche Anmeldung hier