Bitte mitmachen: Befragung zur professionellen Gesundheitskompetenz

Direktlink zur Befragung
Direktlink zur Befragung

Die Gesundheit Österreich GmbH wurde vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz beauftragt eine Befragung zur professionellen Gesundheitskompetenz bei Gesundheitsberufen durchzuführen.

Mit dieser Befragung möchten wir aus Ihren Erfahrungen mehr über die Herausforderungen lernen, die in Ihrem beruflichen Alltag in Gesprächen mit und bei der Vermittlung von Informationen an Patient:innen / Klient:innen bestehen. Auch interessieren uns Ihre Herausforderungen im Umgang mit professionell/beruflich relevanten Informationen (Fachinformationen).
Die Befragung richtet sich an Ärzt:innen, Zahnärzt:innen, Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, Pflegeassistent:innen, Pflegefachassistent:innen und Physiotherapeut:innen, die im Berufsleben stehen.

Die Beantwortung dauert ca. 15-20 Minuten. Die Befragung ist anonym.

Bitte unterstützen Sie unser Vorhaben und nehmen Sie an der Befragung teil unter
www.studie-gesundheitskompetenz.at

WEGE AUS DER PFLEGE-KRISE- Was Expertinnen und Experten zur Entlastung von Pflegepersonen empfehlen

WEGE AUS DER PFLEGE-KRISE- Was Expertinnen und Experten zur Entlastung von Pflegepersonen empfehlen
WEGE AUS DER PFLEGE-KRISE- Was Expertinnen und Experten zur Entlastung von Pflegepersonen empfehlen

Die Pflege ist eine systemerhaltende Berufsgruppe, auf deren engagierten Einsatz Verlass ist. Doch Pflegepersonen arbeiten schon seit langer Zeit deutlich über die Grenzen ihrer Belastbarkeit hinaus, und ihre Arbeitsbedingungen haben sich in der Pandemie weiter und sehr deutlich erschwert. Entsprechend alarmierend sind die Ergebnisse von Umfragen unter Pflegepersonen: Fast jede/r Zweite im stationären Bereich denkt immer wieder an einen Berufsausstieg. Das ist ein bedrohlicher Trend in einem Mangelberuf, den sich das österreichische Gesundheitssystem auf keinen Fall leisten kann. Hier muss dringend gegengesteuert werden, durch kurzfristige ebenso wie durch mittelfristige Maßnahmen.

Die Initiative „Sicherheit im OP“ (SIOP) hat drei Expertinnen und Experten - einen Verwaltungsdirektor, einen Personalvertreter und eine Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Sonderausbildung im OP-Bereich - um ihre Lösungsvorschläge gebeten, wie der Pflegeberuf mit realistischen Maßnahmen rasch wirksam entlastet werden kann. Und welche Weichenstellungen erforderlich sind, um die Rahmenbedingungen der Pflege zu verbessern, den Beruf attraktiver zu machen und eine Abwanderung in andere Berufe oder Länder zu stoppen.

Weiterlesen und Download hier (.pdf)

Gesundheitspolitisches Forum: Klinische Forschung in Österreich – heute bereit für die Herausforderungen von morgen?

Einladung 27. Juni 2022
Einladung 27. Juni 2022

Montag, 27. Juni 2022, Beginn: 18:00 Uhr
Präsenzveranstaltung im Museumsquartier, Libelle

Es diskutieren:

  • Ao. Univ. Prof. Dr. Walter Reinisch, Universitätsklinik für innere Medizin III, Klinische Abt. f. Gastroenterologie, MedUni Wien, Director IBD study group
  • Mag. Michael Prunbauer, Stv. Leiter der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft
  • Ing. Evelyn Groß, Präsidentin der ÖMCCV
  • Prim. MR Dr. Werner Saxinger, MSc Primararzt, Abteilungsleiter Dermatologie, Klinikum Wels-Grieskirchen, Abgeordneter zum Nationalrat
  • Mag. Ingo Raimon, General Manager von AbbVie in Österreich

Moderation:
Dr. Jan Oliver Huber, Leiter des Gesundheitspolitischen Forums, Vorstandsmitglied der Karl Landsteiner Gesellschaft

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und bitten um Ihre verbindliche Anmeldung unter:
office@gesundheitspolitischesforum.at

FGÖ-Konferenz: "Gesundheit fördern - Klima schützen."

Österreichische Gesundheitsförderungskonferenz 21. Juni 2022, Linz
Österreichische Gesundheitsförderungskonferenz 21. Juni 2022, Linz

24. Österreichische Gesundheitsförderungskonferenz 21. Juni 2022, Linz
HYBRID-VERANSTALTUNG, Präsenz- oder Onlineteilnahme

Das Thema Klimaschutz gehört zu den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit und ist von großer Bedeutung für unser Leben und unsere Gesundheit. Obwohl im Gesundheitsbereich in der Vergangenheit viele Fortschritte erzielt wurden, kommen immer wieder neue Aufgaben auf uns zu. Umweltbedingungen entstammen oft nicht mehr der Natur – sie sind zunehmend menschengemacht und eine Bedrohung für unsere Gesundheit: Hitzewellen, Unwetter, schlechte Luftqualität. Auf der Verhaltensebene kommen u.a. Überernährung und bewegungsarme Lebensstile hinzu. Dies verlangt konkrete Gesundheitsförderungsmaßnahmen auf vielen Ebenen, zum einen durch zielgruppenorientierte Aktivitäten und einer Anpassung von Verhaltensweisen, zum anderen durch eine gesundheitsförderliche und klimafreundliche Gestaltung unserer
Lebenswelt(en).

Download Konferenzprogramm (.pdf)

Zur Onlineanmeldung

8. Kongress der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Sexualmedizin und der Sexuellen Gesundheit

8. Kongress der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Sexualmedizin und der Sexuellen Gesundheit
8. Kongress der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Sexualmedizin und der Sexuellen Gesundheit

(beim Diplom-Fortbildungsprogramm der ÖÄK eingereicht für 18 DFP-Punkte; vom BÖP mit 20 Fortbildungseinheiten anerkannt).

THEMENSCHWERPUNKTE:
• „For Ever Young“ durch Sex & Liebe: Unterstützung durch gesunden Life-Style,
Medikamente und Mikronährstoffe
• Sexualmedizin Update 2022 bei Mann und Frau
• Chronische Krankheiten und Sexualität
• Sexualität und Gewalt in der Pandemie
• Sexpositivity und verschiedene Formen von gelebter Sexualität
• Sexualität und Fertilität in der Zukunft
• Das weite Land des Beckenbodens
• Welche Paartherapie wirkt wirklich?
• Auf den Spuren von Freud…. 50 Jahre Psychoanalyse/Therapie an der MUW

Weitere Informationen hier

Presseaussendung Zellhofer: „Keine Euphorie, angebliche Pflegereform nur eine weitere Ankündigung!“

Wenn man in Zukunft ein qualitativ hochwertiges Pflegesystem haben will, muss man alle Berufsgruppen mitdenken

„Lange hat die Pflege darauf gewartet, dass die Politik endlich etwas tut, um den Pflegenotstand abzuwenden. Doch das, was nun seit letztem Donnerstag auf dem Tisch liegt, ist enttäuschend“, sagt Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB ARGE- Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE- FGV).

„Zuallererst ist es befremdend, eine angebliche Pflegereform zu starten, ohne den gehobenen Pflegedienst, und damit mehr als 100.000 Kolleg*innen, einzubeziehen. Denn an sinnvollen Vorschlägen mangelt es nicht. Spätestens seit der Roadmap der Offensive Gesundheit, liegen sie fertig auf dem Tisch. Stattdessen wird, nachdem wir jahrzehntelang dafür gekämpft haben, den Pflegeberuf zu Recht zu akademisieren, nun eine Pflegelehre eingeführt. Gegen den Widerstand von Gewerkschaften und ExpertInnen.“

„Bleibt noch der angekündigte monatliche Gehaltsbonus. Nett, aber ein Tropfen auf den heißen Stein!“, so Zellhofer kritisch. „Die Auszahlung ist auf die kommenden zwei Jahre beschränkt. Doch was passiert danach? Um den Pflegeberuf langfristig attraktiver zu machen, brauchen wir aber nachhaltige Lösungen! Sowohl bei der Bezahlung als auch bei den Arbeitsbedingungen und den Pensionen. Ein wichtiger Forderungspunkt der Gewerkschaften, dass die Schwerarbeit der Pflege, auch ihren Niederschlag bei der Pension finden muss, wurde erneut vollständig ausgeklammert.“

„Ein Schritt in die richtige Richtung ist sicherlich,“ so Zellhofer, „dass Kolleg*innen, für Nachtdienste in Zukunft ein 2-stündiges Zeitguthaben erhalten, sowie die Ankündigung in Zukunft Pflegende Angehörige besser zu unterstützen. Die angekündigten Zuschüsse und Stipendien begrüße ich, allerdings bezweifele ich, dass sie für Ausbildungen des gehobenen Dienstes ausreichend sein werden, um in Zukunft ausreichend Kolleg*innen für die Gesundheitsberufe (Gesundheits- und Krankenpfleger, MTDs und Hebammen) begeistern zu können. Dafür braucht es ebenso zukunftsorientierte Ausbildungskonzepte, Kompetenzerweiterungen, Spezialisierungen, sowie ein durchgängiges Ausbildungssystem von der Pflegeassistenz bis zum Doktorat in Pflegewissenschaften.“

„Natürlich ist die nachhaltige Finanzierung der Pflege ein wichtiges Kriterium,“ bekräftigt Zellhofer, „doch in Zukunft verstärkt auf Assistenzberufe zu setzen, wie die Bundesregierung das anscheinend vorhat, halte ich für fragwürdig. Die angekündigte Kompetenzerweiterung der Pflegefachassistenz als auch der Pflegeassistenz, wird man sich in der Praxis genau ansehen müssen! Wenn man in Zukunft ein qualitativ hochwertiges Pflegesystem haben will, muss man alle Berufsgruppen mitdenken und wird um sinnvolle Investitionen in den gehobenen Dienst nicht herumkommen. Anstatt dessen einfach eine zusätzliche, fragwürdige Ausbildung, wie die Pflegelehre einführen, ist sicherlich der falsche Weg!“

Reformpaket Pflege

Am heutigen Tag der Pflege hat Gesundheitsminister- und Sozialminister Johannes Rauch auf einer Pressekonferenz mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Pflege vorgestellt:

  • Mehr Gehalt für jede:n einzelne:n Beschäftigte:n in der Pflege: Für die Jahre 2022 und 2023 stellt der Bund insgesamt 520 Millionen Euro zur Verfügung. Die Auszahlung erfolgt voraussichtlich als monatlicher Gehaltsbonus.
  • Dringend benötigte Erholung bringt eine zusätzliche Entlastungswoche
  • Erleichterungen bei der Zuwanderung von ausgebildeten Fachkräften.
  • Kompetenzerweiterungen gibt es für Pflegeassistent:innen und Pflegefachassistent:innen.
  • Wer seine erste Ausbildung in einem Pflegeberuf macht, erhält einen Ausbildungszuschuss von mindestens 600 Euro pro Monat bzw. pro Praktikumsmonat. Für Umsteiger:innen, die aus einem anderen Beruf in die Pflege wechseln, sowie für Wiedereinsteiger:innen gibt es während einer vom AMS geförderten Ausbildung ein Pflegestipendium von mindestens 1.400 Euro pro Monat.
  • Einführung einer Pflegelehre (!!!)
  • Für Menschen mit schweren psychischen Behinderungen und Demenz gibt es eine Erhöhung des Pflegegelds.
  • Künftig besteht drei Monate Rechtsanspruch auf Pflegekarenz statt bisher ein Monat.
  • Die erhöhte Familienbeihilfe wird nicht mehr auf das Pflegegeld angerechnet. 
  • Die Bundesregierung schafft einen Angehörigenbonus von 1.500 Euro ab dem Jahr 2023 für die Person, die den größten Teil der Pflege zuhause leistet und selbst- oder weiterversichert ist.
  • Verbesserungen sind auch bei der 24-Stunden-Betreuung geplant. Dabei wird die unselbstständige Beschäftigung attraktiviert.

Alle Maßnahmen im Detail hier

20 Jahre Sanitätergesetz- Höchste Zeit für Veränderung

Mittwoch 22. Juni - Sei dabei!
Mittwoch 22. Juni - Sei dabei!

PROGRAMM (Änderungen vorbehalten): 

  • 10.00 Begrüßung Korinna Schumann | ÖGB Vizepräsidentin
  • 10.15 Was ist, was bleibt, was kommt? Rückschau auf die Entstehung des SanG und fachliche Herausforderungen für den Rettungsdienst der Zukunft
  • 11.00 20 Jahre SanG – rechtliche Entwicklungsperspektiven Michael Halmich | ÖGERN
  • 11.20 Podiumsdiskussion: Rettungsdienst 2030 – Herausforderungen und Chancen
  • 13.30 Heiße Eisen im Rettungsdienst: Drei Panels zu aktuellen Fragen, (Auswahl von einem Panel bei der Anmeldung!)
  • 15.30 Ergebnisse der Panels und Zusammenfassung
  • 16.10 Zukunft der Sanitäter:innen aus Sicht der Politik Johannes Rauch | Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
  • 16:30 Abschluss und Ausblick „Initiative Zukunft Rettungsdienst“
  • 17.00 Ende

Weitere Details zum Programm und Download hier

Anmeldung zur Veranstaltung hier

Moderation: Kurt Schalek | AK Wien und Claudia Schwarz | BVRD.at

Offensive Gesundheit: Demo am 12.5. „Achtung Gesundheit - für mehr Personal, gute Arbeit und faire Bezahlung“

Sei dabei! Am 12.Mai ab 15 Uhr
Sei dabei! Am 12.Mai ab 15 Uhr

Große Kundgebung am Tag der Pflege in Wien, mit Auftritt von Russkaja

„Wir sind echt stinksauer auf diese Bundesregierung! Seit Monaten hören wir nur Blabla, wenn es um die versprochene Gesundheits- und Pflegereform geht – aber passieren tut genau gar nichts. Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen einmal hören und sehen, wie wütend die Bediensteten im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich deshalb sind“, so kündigt Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft („Team Gesundheit“) im Namen der „Offensive Gesundheit“ eine große Demonstration an.

Datum: 12.5.2022 (am offiziellen Tag der Pflege)

Der erste Demozug trifft sich bereits um 15 Uhr bei Wien Mitte („The Mall“, Landstraßer Hauptstraße) und zieht dann durch die Stadt. Die Endkundgebung findet um 16.30 Uhr im Sigmund-Freud-Park (Votivkirche) statt. Dort tritt auch die Band „Russkaja“ auf, die die Anliegen der Beschäftigten lautstark unterstützt. „Das Konzert läuft für uns nach dem Motto – bevor wir fallen, fallen wir lieber auf. Damit übertönen wir das Schweigen der Verantwortlichen“, so Martin.

Die Kundgebung findet im Rahmen der „Offensive Gesundheit“ statt, einem Zusammenschluss der Gewerkschaften younion, GÖD Gesundheitsgewerkschaft, gpa, vida, der Wiener Ärztekammer, der Arbeiterkammer und des ÖGB. „Unsere Aktion ist nur ein Teil von vielen anderen, die an diesem Tag in ganz Österreich stattfinden“, erklärt die Offensive.

„Wie angespannt die Situation im Gesundheits- und Pflegebereich ist, zeigt auch unsere gemeinsame parlamentarische Bürger*innen-Initiative, die zurzeit läuft. Es gibt bereits mehr als 70.000 Unterschriften und kann noch bis in den Juni hinein unterzeichnet werden“, sagt Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft und kündigt an: „Wir nehmen als GÖD-Gesundheitsgewerkschaft in großer Zahl an den Protestkundgebungen in Linz, Graz, Klagenfurt und Innsbruck teil! Unsere Teilnehmer*innen aus Niederösterreich und dem Burgenland werden bei der Demo in Wien dabei sein und laut sein! Der Gesundheitsminister muss spüren, dass es in Sachen Gesundheit und Pflege jetzt kein Verzögern mehr geben darf! Es braucht endlich Taten statt salbungsvoller Worte!“

Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA: „Es braucht für den Pflege- und Gesundheitsbereich endlich mehr Personal, mehr Freizeit und mehr Geld. Niemand braucht eine weitere Taskforce oder einen Masterplan, die Regierung muss endlich handeln!“

„Seit Jahren erzählen uns die Bundesregierungen von irgendwelchen Konzepten für den Gesundheits- und Pflegebereich, seit Jahren verschwinden diese in Schubladen und für die Beschäftigten ändert sich nichts. Wir fordern, mehr Personal, mehr Freizeit und mehr Geld. Das steht den Kolleg*innen und Kollegen einfach zu!“, sagt Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida: „Koste es was es wolle, hieß es bei Wirtschaftshilfen. Ohne mit der Wimper zu zucken, wurden da Milliarden ausgegeben. Es braucht jetzt endlich die versprochenen Investitionen im Gesundheits- und Pflegebereich.“

Und Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE- FGV ergänzt: „Die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich haben wie die Löw*innen gekämpft. Jetzt ist es an der Zeit, dass man ihnen nicht nur durch Klatschen dankt. Wir werden am 12.5. richtig laut sein!“

Auch Patient*innen sollen Protest unterstützen

„Wir rufen auch alle Patient*innen zu diesem Protest auf, schließlich bekommen auch sie hautnah zu spüren, was durch die tatenlose Regierung angerichtet wird. Die Demo soll aber auch ein Zeichen der Auszubildenden sein. Gemeinsam mit allen Jugendorganisationen der Gewerkschaften dürfen wir den Zug anführen – denn die Auszubildenden sind die Zukunft. Damit sind es auch jene, die diese Handlungsfaulheit gleich von Anfang an zu spüren bekommen.“, sagt Sarah Kroboth, Referentin für Alle in Ausbildung in der Hauptgruppe II.

Die Offensive hat abschließend eine Bitte an Gesundheitsminister Johannes Rauch: „Sparen sie sich am Tag der Pflege Worte der Dankbarkeit und der Wertschätzung für die Beschäftigten. Wir wollen nur noch Taten sehen!“

 

Unterstützung parlamentarische Bürgerinitiative „Achtung Gesundheit – Es ist 5 nach 12!“

Direkt zur Unterstützung parlamentarische Bürgerinitiative
Direkt zur Unterstützung parlamentarische Bürgerinitiative

500 unterstützende Unterschriften waren notwendig, um die Einreichung der parlamentarischen Bürgerinitiative „Achtung Gesundheit – Es ist 5 nach 12!“ beantragen zu können – letztendlich wurden es 44.424 Unterschriften. Nun zählen wir auch auf deine Unterstützung!

Zur Erinnerung: Die „Offensive Gesundheit“ ist eine gemeinsame Initiative der Arbeiterkammer, der Ärztekammer für Wien, der ÖGB / ARGE – Fachgruppenvereinigung der Gesundheits- und Sozialberufe sowie der Gewerkschaften GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, Gewerkschaft GPA, Gewerkschaften vida und younion – die Daseinsgewerkschaft HG II. Wir kämpfen gemeinsam für mehr als 400.000 Beschäftigte im Gesundheits- und Langzeitpflegesystem.

Um gemeinsam auf die schwierige Situation in der Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege hinzuweisen kann ab sofort die parlamentarische Bürgerinitiative mittels Eingabe des Namens und einer validen E-Mail-Adresse auf der Seite des österreichischen Parlaments unter diesem Link oder durch Einscannen eines eigenen, downloadbaren QR-Codes auf der Seite www.offensivegesundheit.at von jeder interessierten Person unterstützt werden. Wir hoffen sehr, dass sich viele Menschen an dieser Bürgerinitiative beteiligen.

Wir bitten deshalb auch dich, uns zu unterstützen und dies ebenso in deinem Umfeld und Organisation weiterzuverbreiten.

 Unsere grundlegenden Ziele bleiben unverändert: Die Bürgerinitiative fordert für das Gesundheits- und Langzeitpflegesystem mehr Personal, bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen und dafür mehr finanzielle Ressourcen. Denn die Probleme haben sich mit der Pandemie massiv verschärft. Das wirkt sich massiv auf die Versorgung der Bevölkerung aus. Viele Abteilungen in Spitälern sind geschlossen, tausende Betten in Pflegeheimen stehen leer, die Wartelisten für mobile Betreuung und Pflege sind lang!

Weil dringend benötigtes Personal fehlt!

Es ist 5 nach 12, und wir brauchen sofort echte und überzeugende Maßnahmen durch die Bundesregierung, denn versprochen wurde bereits viel. Lassen Sie Worten endlich Taten folgen!

Wir hoffen auf deine Unterstützung! 

Zellhofer zu Weltfrauentag: „Über 80 Prozent Frauen in Gesundheitsberufen tätig – worauf warten wir also?“

Zellhofer zu Weltfrauentag: „Über 80 Prozent Frauen in Gesundheitsberufen tätig – worauf warten wir also?“
Zellhofer zu Weltfrauentag: „Über 80 Prozent Frauen in Gesundheitsberufen tätig – worauf warten wir also?“

ÖGB/ARGE-FGV fordert Pflegegipfel mit allen ExpertInnen und Start einer Pflegereform

„Am 8. März reden immer alle von Gleichberechtigung“ kritisiert Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE- FGV, „aber den Rest des Jahres ist es dann wieder still. In den Gesundheitsberufen sind über 80 Prozent der Beschäftigten Frauen und wie wichtig diese Branche ist, haben die letzten zwei Jahre eindrucksvoll gezeigt. Worauf warten wir also?“

„Die Proteste der letzten Monate, im Rahmen der Offensive Gesundheit, haben eindrucksvoll gezeigt, wie drastisch die Situation mittlerweile ist. Es muss sich etwas ändern“, ist Zellhofer überzeugt.

„Personalmangel, hoher Arbeitsdruck und die Pandemie haben viele Kolleginnen und Kollegen zermürbt. Viele spielen mit dem Gedanken den Beruf zu verlassen. Von Seiten der Bundesregierung hören wir seit 2 Jahren nur Ankündigungen und meist leere Versprechungen. Ich wünsche dem neuen Gesundheitsminister Johannes Rauch, an dieser Stelle, alles Gute für seine neue Aufgabe, aber viel Zeit für Eingewöhnung können wir ihm nicht geben. Die Situation ist dramatisch!“

„Die Lösungen liegen längst auf dem Tisch, aber Papier ist geduldig. Damit sich an der Situation etwas ändert, müssen wir sie auch in die Tat umsetzen. Aus diesem Grund appelliere ich an Sie, Herr Bundesminister Rauch, schnellstmöglich einen Pflegegipfel mit allen ExpertInnen einzuberufen und eine grundlegende Pflegereform zu starten. Bevor es zu spät ist!“

Offensive Gesundheit- Aktion 5 nach 12

Protest Offensive Gesundheit 24.2.2022

Protest Offensive Gesundheit 24.2.2022
Protest Offensive Gesundheit 24.2.2022

Am Donnerstag, den 24. Februar 2022 um 12.05 Uhr wird das Gesundheitspersonal österreichweit wieder ein weiteres sichtbares Zeichen setzen und sich zu Protesten vor Spitälern und Gesundheitseinrichtungen versammeln.

Das gesamte Personal im Gesundheitsbereich und der Langzeitpflege ist auf Grund von Personalknappheit sowie unzumutbaren Arbeits-, Aus- und Weiterbildungsbedingungen seit Jahren überlastet, dass ein systemkritischer Punkt bereits überschritten wurde.

Die ausreichende Versorgung der Bevölkerung kann unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr gewährleistet werden!

Daher fordern wir:

  • umgehend mehr finanzielle Mittel für das Gesundheitswesen und den Ausbau der Langzeitpflege, um die dringendst notwenigen Reformen, unter Einbeziehung der relevanten Stakeholder, rasch umsetzen zu können
  • umgehende Besetzung vakanter Stellen im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich und eine zusätzliche Aufstockung des Personals
  • Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen für alle Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege benötigt werden
  • Umgehende Verbesserung der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Etablierung einer österreichweiten evidenzbasierten Personalbedarfsberechnung und verbindliche Kriterien für die Personaleinsatzplanung als Sofortmaßnahme (Stichwort: keine Nachtdienste allein!)
  • existenzsichernde finanzielle Entschädigung aller Auszubildenden sowie Quereinsteiger*innen in den Gesundheits-, Betreuungs- und Sozialberufen
  • Anerkennung von berufsbedingter Arbeit an kranken, beeinträchtigten und pflegebedürftigen Menschen als Schwerarbeit sowie Einführung eines Überbrückungsmodells für Menschen die aufgrund permanenter Belastungen insb. durch Nacharbeit ein Regelpensionsalter von 65 Jahren schwer erreichen können.
  • Flächendeckende Umsetzung der Nachtschwerarbeitsstunden im Krankenhaus sowie stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen

Setzen wir gemeinsam erneut ein starkes Zeichen für unsere Forderungen!

Gesundheitspolitischen Forum: Die Rolle der Ärzteschaft in der Pandemie

22.Feber: Die Rolle der Ärzteschaft in der Pandemie
22. Februar 2022: Die Rolle der Ärzteschaft in der Pandemie

Dienstag, 22. Februar 2022 von 18:00 bis 20:00 Uhr

Es diskutieren:

  • MR Dr. Johannes Steinhart, Vizepräsident der Ärztekammer Österreich
  • Dr. Harald Mayer, Vizepräsident der Ärztekammer Österreich, 
  • Assoc. Prof. Dr. Christoph Steininger, Expert in Virology, Internal Medicine, Infectious Diseases and Tropical Medicine Institutsleiter des Karl-Landsteiner Instituts für Mikrobiomforschung
  • SC Dr. med. univ. Katharina Reich, Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
    Leiterin der Sektion VII – Öffentliche Gesundheit und Gesundheitssystem, Chief Medical Officer

Moderiert von:

Dr. Jan Oliver Huber, Leiter des Gesundheitspolitischen Forums, Vorstandsmitglied der Karl Landsteiner Gesellschaft

Das Gesundheitspolitische Forum findet als Hybrid-Veranstaltung statt und wird auch als WEBINAR aus dem Billrothhaus übertragen. Vor Ort: Gesellschaft der Ärzte in Wien, Billrothhaus, Frankgasse 8, 1090 Wien. 
Bitte beachten Sie die Gültigkeit der 2G-Regel! (Änderungen vorbehalten)

Online: Sie erhalten den Zugangslink zeitgerecht vor dem Forum.

Eine Anmeldung zum Forum ist in beiden Fällen unbedingt erforderlich: office@gesundheitspolitischesforum.at

Früherkennung seltener Erkrankungen - Virtuelle Patiententage

Die Veranstaltung findet von 26.02 bis 27.2.2022 statt. Zwei Tage lang werden führende ExpertInnen aus dem DACH-Raum Vorträge zu verschiedensten seltenen Erkrankungen halten und PatientInnen- Fragen beantworten.

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich und man kann ab jetzt anonym auf der Seite Fragen an die ExpertInnen einreichen.

Das Programm finden Sie hier: https://selpers.com/live/seltene-erkrankungen/

Weltkrebstag 04.02.2021

Zellhofer zum Weltkrebstag: "Ohne Personal nützen die besten Therapien nichts"
Zellhofer zum Weltkrebstag: "Ohne Personal nützen die besten Therapien nichts"

Wien(OTS): Fast 35 Prozent der Menschen in Österreich, also jede/r Dritte, erkranken im Laufe des Lebens an Krebs. „Die Diagnose Krebs ist für viele Menschen immer noch ein Schock“, weiß Josef Zellhofer, Vorsitzender der ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (ÖGB/ARGE-FGV), „doch mit der rechtzeitigen Erkennung und der ausgezeichneten Behandlung, die wir in Österreich haben, ist es in den meisten Fällen längst kein Todesururteil mehr.“ Im Gegenteil. Bahnbrechende Erkenntnisse haben die Lebenserwartung von KrebspatientInnen in den letzten Jahrzehnten sehr stark ansteigen lassen und viele Krebsarten sind zu chronischen Krankheiten und damit gut therapiebar geworden.

Ohne Personal nützen die besten Therapien nichts

„Das bedeutet aber auch einen erhöhten Betreuungs- und Pflegebedarf und fordert besonders die KollegInnen in der Pflege“, so Zellhofer. „Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, braucht es dringend eine Personalaufstockung! Seit fast zwei Jahren reden wir nur mehr über Corona und die damit verbundenen Herausforderungen. Doch die Pflege war schon vor der Pandemie am Limit und viele KollegInnen denken bereits laut darüber nach, sich beruflich neu zu orientieren. Von all der Wertschätzung und dem Applaus am Beginn der ersten Welle ist nichts mehr übrig. Viele KollegInnen sind enttäuscht und fühlen sich von der Politik allein gelassen. Mein Apell lautet, dass es dringend grundlegende Verbesserungen im Pflegebereich geben muss, ansonsten sehe ich eine nie dagewesenen Kündigungswelle auf uns zurollen. Da nützen uns auch die besten Krebs-Therapien und Medikamente nichts, wenn keine Pflegekräfte mehr da sind, um sie zu verabreichen“, schildert Zellhofer abschließend.

Offensive Gesundheit- Nachlese und Rückblick 2021

Bereits seit drei Jahren bilden die „Großen Sieben“ des österreichischen Gesundheitswesens unter dem Motto „Mehr von uns, besser für alle“ eine bisher einzigartige Initiative. Mehr als 400.000 Beschäftigte in den unterschiedlichsten Bereichen des Gesundheitswesens, vertreten durch die Gewerkschaften des Österreichischen Gewerkschaftsbunds
(ÖGB) – darunter die GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, die Gewerkschaft GPA, die ÖGB/ARGE-FGV für Gesundheits- und Sozialberufe, die Gewerkschaft vida, das younion HGII – Team Gesundheit – sowie die Arbeiterkammer und die Ärztekammer für Wien bildeten die „Offensive Gesundheit“.

Das gegenwärtige Heft soll die Erfolge und Aktionen im Jahr 2021 kurz in Erinnerung rufen und dazu vorbereiten, dass wir auch 2022 mit Hilfe aller Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen ein deutliches Zeichen setzen werden, damit die Politik endlich unsere Forderungen umsetzt!

Download hier (.pdf)

 

Symposium- Assistierter Suizid ab 2022 – das neue Sterbeverfügungsgesetz

Freitag, den 4. März 2022 (13-17 Uhr)
Online via Zoom

BLOCK I

  • Dr. Michael Halmich- Sterbeverfügungsgesetz: Entstehung, Überblick, Krankheitsvarianten
  • Dr.in Stefanie Konrad-Langer- Der ärztliche Part: Aufklärung, Beratung, Bestätigung
  • Dr. Michael Halmich- Die psychiatrische oder psychologische Abklärung im Bedarfsfall
  • RA Dr. Maximilian Burkowski- Der juristische Part: Rechtsfolgenbelehrung, Errichtung

BLOCK II

  • RA Dr. Maximilian Burkowski- Die Rolle der öffentlichen Apotheken bei der Präparat-Abgabe
  • Dr. Michael Halmich- Der Sterbeort und die Auswirkungen auf Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie Rettungs- und Notarztdienste
  • Dr.in Stefanie Konrad-Langer- Neuer § 78 Strafgesetzbuch und sonstige strafrechtliche Grenzen

Gemeinsame Diskussion der vortragenden Jurist*innen mit den Teilnehmenden im letzten Drittel eines jeden Blocks!

Kosten: € 49,00 inkl. Kurzkommentar zum Sterbeverfügungsgesetz (Buch wird vor dem Symposium per Post versendet).
Gilt als Fortbildung für Gesundheitsberufe. 5 DFP für Ärzt*innen.

Anmeldung und weitere Informationen

Gesund & Sozial 4 2021

Gesund & Sozial 4 2021
Gesund & Sozial 4 2021

Die neue Ausgabe ist da!  Download hier 

Alle Ausgaben von Gesund & Sozial